Die Notwendigkeit der Jagdabgabe in NRW

Mit Beginn des Jahres 2021 ist die amtlich erhobene Jagdabgabe in Nordrhein-Westfalen aufgrund verfassungsrechtlicher Bedenken abgeschafft worden. Zuvor wurde sie von den zuständigen Behörden im Rahmen der Jagdscheinerstellung bzw. -verlängerung eingezogen und zweckgebunden verteilt.

Mit der Jagdabgabe wurden unter anderem folgende Bereiche unterstützt

  • Maßnahmen zum Schutz bzw. zur Förderung des Wildes, seiner Lebensräume und -grundlagen
  • Maßnahmen zur Aus- und Fortbildung von Jägern
  • Unterstützung der Schießstände zur Reduzierung der Nutzungsgebühren
  • Monitoring und Erfassung von Wildbeständen
  • Forschung und Öffentlichkeitsarbeit

Da eine Erhebung durch die Behörden nun entfällt, sollen Zuwendungen ab sofort freiwillig und in Eigenverantwortung geleistet werden. Die Idee dieser Umsetzung sieht vor, dass die Mitglieder des Landesjagdverbandes ab dem laufenden Jahr einen Jagdbeitrag in Höhe von 45 EUR an den Verband leisten. Dieser Beitrag entspricht der bisher erhobenen Jagdabgabe und wäre demnach kostenneutral.

Alle Nicht-Mitglieder sollen eine indirekte Beteiligung leisten, indem z.B. höhere Kosten für die Nutzung von Schießständen oder Weiterbildungsangeboten anfallen. In Summe soll die Mitgliedschaft im Landesjagdverband einen klaren Vorteil gegenüber einer Nicht-Mitgliedschaft bieten.

Um den jagdlichen Bereichen, die bisher durch die Jagdabgabe unterstützt wurden, auch zukünftig ausreichend Mittel zur Verfügung stellen zu können, sind der Landesjagdverband und die Jägerschaft in NRW auf eine starke und konstante Mitgliederanzahl angewiesen. Auch hinsichtlich der Einflussnahme auf politische und gesellschaftliche Änderungen ist eine Mitgliedschaft im Landesjagdverband NRW eine sinnvolle und nachhaltige Investition.

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