Tierfund-Kataster optimiert Datenerfassung für Wildunfälle

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein hat in Zusammenarbeit mit der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel das Tierfund-Kataster im Jahr 2011 ins Leben gerufen. 2016 wurde es deutschlandweit durch den Deutschen Jagdverband (DJV) ausgerollt. Seit Ende Juli 2021 ist das Kataster mit neuen Funktionen und in systematisch überarbeiteter Form abfrufbar.

Erstmals ist eine bundesweit einheitliche und standortgenaue Meldung von Tierfunden und Wildunfällen möglich. Die gemeldeten Daten werden von den Wissenschaftlern der Universität Kiel evaluiert und verdichtet.

Primäres Ziel des Monitoringprogramms ist die Verhinderung von Personen- und Wildschäden. Hierfür sollen die örtlichen Schwerpunkte von Wildunfällen ermittelt und Massnahmen zu ihrer Prävention eingeleitet werden. Ferner sollen die gemeldeten Daten dabei helfen, die Transparenz bei Todesursachen (wie beispielsweise Tierseuchen) zu erhöhen und frühzeitig entgegenwirken zu können.

Neben der Erfassung bietet das Tiefund-Kataster die Möglichkeit, sich Auswertungen anzeigen zu lassen.

Jeder Verkehrsteilnehmer, Spaziergänger, Wanderer, Tier- oder Naturliebhaber ist herzlich eingeladen, sich aktiv am Tierfund-Kataster zu beteiligen. Bisher haben 20.000 registrierte Teilnehmer bereits 90.000 Tierfunde gemeldet. Gemeinsam können wir Deutschlands Strassen für alle sicherer machen.

Zur Nutzung auf mobilen Endgeräten werden kostenlose Applikationen für Android und iOS bereitgestellt. Damit kann auch direkt von unterwegs ein Fund gemeldet werden.

Beitragsbild: Vladimir Kudinov auf Unsplash

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